08.06.2018, Tamedia will die Tageszeitung Le Matin als rein digitale Medienmarke in die Zukunft führen. Mit einer
eigenen Redaktion soll Le Matin die einzigartige Position in der Romandie weiterentwickeln und sich den
neuen Nutzungsgewohnheiten anpassen. Die defizitäre Papierausgabe wird auf Ende Juli eingestellt, unter
dem Vorbehalt der gesetzlichen Mitwirkungsrechte der betroffenen Mitarbeitenden. Grégoire Nappey
übergibt die Chefredaktion an Laurent Siebenmann.
Die Westschweizer Tageszeitung Le Matin wird als digitale Medienmarke mit einer eigenen, rund 15- köpfigen Redaktion weiterentwickelt. Sie wird dabei eng mit dem Sport-Center von Tamedia und dem Newsexpress sowie für allgemeine Nachrichten mit dem Netzwerk von 20 minutes zusammenarbeiten, um einen erfolgreichen Übergang zur digitalen Medienmarke zu gewährleisten. Le Matin wird in Zukunft laufend weiterentwickelt und soll auf Innovation setzen, um auf die sich ständig ändernden Nutzungsgewohnheiten reagieren zu können.
lematin.ch ist mit 581’000 Nutzerinnen und Nutzern (NET-Metrix Profile 2018-1) bereits heute eine der reichweitenstärksten Newsplattformen der Romandie. Als digitale Medienmarke soll Le Matin die einzigartige Positionierung in der Romandie bewahren und den Leserinnen und Lesern in allen Kantonen der Romandie weiterhin pointierte, unterhaltsame und populäre Inhalte mit einem hohen Sport-Anteil bieten. Le Matin wird damit die erste Schweizer Tageszeitung, die sich vollständig auf eine rein digitale Version fokussiert.
Grund für die Einstellung der gedruckten Ausgabe sind die seit 20 Jahren anhaltenden Verluste. Im vergangenen Jahr lag das Defizit von Le Matin bei rund 6,3 Millionen Franken, über die letzten zehn Jahre gesamthaft bei 34 Millionen Franken. Trotz grosser Anstrengungen konnte keine nachhaltige Lösung gefunden werden, um das gedruckte Angebot von Le Matin aufrechtzuerhalten.
Der Druck der Zeitung Le Matin wird voraussichtlich auf den Samstag, 21. Juli eingestellt. Vorbehältlich der Ergebnisse des Konsultationsverfahrens betrifft diese Entscheidung maximal 41 Mitarbeitende, davon maximal 24 Mitarbeitende in der Redaktion. Die betroffenen Mitarbeitenden werden mit einem Sozialplan unterstützt.
Tamedia trifft sich morgen Freitag, 8. Juni 2018, mit der Arbeitnehmervertretung sowie den Gewerkschaftsvertretern, um das Konsultationsverfahren einzuleiten und einen Sozialplan auszuhandeln.
Grégoire Nappey, seit 2014 Chefredakteur von Le Matin, wollte die Zeitung in dieser neuen Form nicht mehr leiten. Er wird den Übergang zu seinem Nachfolger Laurent Siebenmann sicherstellen und das Unternehmen verlassen.
Marcel Kohler, Leiter Advertising & Pendlermedien bei Tamedia: «Grégoire Nappey hat Le Matin redaktionell modernisiert und mit seinem Team weiterentwickelt. Trotz des grossen Einsatzes von Grégoire Nappey, der gesamten Redaktion und des Verlags ist es uns leider nicht gelungen, eine wirtschaftliche Perspektive für die gedruckte Zeitung aufzubauen. Wir setzen nun mit voller Kraft auf ein digitales Angebot unter der Leitung von Laurent Siebenmann, um die Marke Le Matin zu stärken.»
aurent Siebenmann, der neue Chefredakteur der digitalen Medienmarke Le Matin, hat seine Karriere als Journalist bei privaten Radiosendern in der Westschweiz begonnen, ehe er im Jahr 2000 als Assistent des Chefredakteurs der TV-Programmangebote zu Edipresse stiess. Anschliessend war er neun Jahre lang stellvertretender Chefredakteur und seit Februar 2015 ist er Mitglied der Redaktion von Le Matin.
Le Matin Dimanche ist von der Einstellung der gedruckten Ausgabe von Le Matin nicht betroffen.
Medienkontakt:
Christoph Zimmer
Leiter Kommunikation & Public Affairs Tamedia
044 248 41 35
christoph.zimmer@tamedia.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
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Die TX Group intensiviert ihr Engagement im Start-up-Bereich und wird in den nächsten Jahren weiter in innovative digitale Geschäftsmodelle investieren. Das Investment Committee und ein einheitlicher Prozess soll kompetente Investitionsentscheide sicherstellen. Mit Romy Schnelle konnte eine ausgewiesene Kennerin der internationalen Start-up-Szene als Vorsitzende gewonnen werden. Sie ist Partnerin des High-Tech Gründerfonds, dem führenden Frühphaseninvestor in Deutschland.
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