13.02.2026, Falschinformationen verbreiten sich in sozialen Netzwerken schnell und in unterhaltsamen Formaten
wie Videos und Bildern. Faktenchecks dagegen erscheinen häufig noch in nüchternen, textlastigen
Darstellungsformen - und erreichen viele Nutzerinnen und Nutzer auf mobilen Plattformen nur
begrenzt. Das europäische Projekt FACTory (Building Reach & Amplifying Truth) setzt genau hier an.
Ziel des Vorhabens ist es, Faktencheck-Inhalte sichtbarer, attraktiver und effizienter zu machen -
auch für kleinere Redaktionen mit begrenzten Ressourcen.
"Falschbehauptungen sind auf schnelle Verbreitung optimiert - wenn Faktenchecks auf Social Media mithalten wollen, brauchen auch sie attraktive, plattformgerechte Formate, ohne Abstriche bei der journalistischen Qualität", sagt Teresa Dapp, Leiterin dpa-Faktencheck und Geschäftsführerin der dpa-infocom GmbH.
FACTory wird von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) koordiniert und vereint fünf etablierte Faktencheck-Organisationen aus Europa. Gemeinsam entwickeln und testen sie neue Formate und Arbeitsabläufe, mit denen geprüfte Informationen besser auf sozialen Plattformen verbreitet werden können. Ein zentraler Bestandteil ist dabei der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Faktenchecks für mobile und visuelle Plattformen
Im Mittelpunkt stehen visuelle, interaktive und plattformgerechte Formate für Angebote wie TikTok, Instagram, YouTube oder Messenger-Dienste. Gleichzeitig arbeiten die Projektpartner an effizienteren Produktionsprozessen, die es ermöglichen, Faktenchecks schneller und skalierbarer umzusetzen.
Neben der dpa beteiligen sich an FACTory: Pravda Association (Polen), Lakmusz / Magyar Jeti Zrt (Ungarn), Delfi (Litauen) und Funky Citizens (Rumänien). Zudem holen die Teams lokale Partner ins Boot.
Wissenstransfer für nachhaltige Wirkung
Damit die Ergebnisse über die 18-monatige Projektlaufzeit hinaus wirken, erstellt FACTory ein mehrsprachiges Playbook, das erprobte Formate, KI-gestützte Workflows und Best Practices dokumentiert. Ergänzend sind Workshops und Schulungen für die europäische Faktencheck- Community und weitere Interessierte geplant.
FACTory wird von der Europäischen Union im Rahmen der Ausschreibung CNECT/2024/1910855 kofinanziert.
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| Artikel 'Projekt FACTory startet: Faktenchecks für die Logik sozialer Medien...' auf Swiss-Press.com |
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